Neuer Rechner (halbe Tagebuchform)

Endlich ist es soweit! Ich habe endlich einen neuen Rechner. Teuer genug war er auch, aber ich habe die Teile auch, wie angekündigt, nach und nach bestellt. Gestern sind die restlichen Teile kommen und ich habe freudig und zu den sanften Klängen von Metallica das Basteln angefangen. Ich bin dabei natürlich planmäßig vorgegangen. Bin ja ein Profi. Hab ich geglaubt…

Ich wollte so vorgehen, dass ich erst einmal das Mainboard mit Arbeitsspeicher, Prozessor und Kühlkörper bestücke, dann das Gehäuse mit Lüftern vorbereite, anschließend das Mainboard einsetzen und das ganze mit der Grafikkarte „versiegeln“. Naja so in etwa hab ich es auch fast geschafft.

Zunächst habe ich ein Foto vom Mainboard gemacht, wollte ja alles fotografisch dokumentieren. Dann habe ich den Arbeitsspeicher eingesetzt und wollte wieder ein Foto machen -> Batterie alle. Und keine weitere im Haus. Naja dann halt ohne Fotos. Entgegen einer Empfehlung aus dem Internet (Irgendso ein Typ meinte, dass man diese Riegel nur nach und nach in dieses Mainboard einsetzen könne und nicht alle auf einmal, warum auch immer –> ich weiß es besser^^) habe ich direkt alle verbaut. Dann habe ich vorsichtig den Prozesser eingesetzt, nach Anleitung die Kühlerrückplatte vom Asus entfernt und die vom EKL aufgepappt. War zunächst nicht so einfach, weil mir immer die Schrauben herausgefallen sind ;). Zum ersten Mal in meinem Leben durfte ich Kühlpaste auftragen, was sich als einfacher herausgestellt hat als ich dachte. Weiß nicht was manche Leute für ein Aufhebens darum machen. Dann den Kühlblock aufgesteckt und handverschraubt. Das war ja einfach, nun noch den Lüfter anmontieren. Die Antivibrationsgummis waren schon angesteckt, was für ein Service. Also schnell mit den Haltebügeln am Brocken befestigt und den PWM-Stecker angeschlossen. So das Mainboard wäre damit vorbereitet.

Als nächstes habe ich mithilfe der Case Spätzle die Lüfter vorne und hinten am Gehäuse befestigt. Entgegen meiner ersten Pläne vier Enermaxlüfter anzubringen (1 Vorne, 1 Hinten und 2 Seite), habe ich mich letztendlich doch für lediglich 2 Lüfter von EKL entschieden. Eine gute Wahl wie ich finde. Beim Einsetzen habe ich natürlich darauf geachtet in welche Richtung der Luftstrom dreht. Nur beim CPU-Kühler hab ich das nicht gemacht, warum eigentlich nicht? Schnell nochmal nachgeguckt und natürlich, der Lüfter ist falsch herum. Also nochmal vom MB abgesteckt, abmontiert, Antivibrationsgummis raus, auf der anderen Seite wieder rein und festmontiert.

Jetzt kann nun endlich das Mainboard eingesetzt werden. Die Nuten dafür habe ich schon vor Wochen eingesetzt. Alles verschraubt, nun noch die Lüfter, weiteren USB-Slot (war beim Mainboard dabei), Frontanschlüsse und Q-Connector anschließen. Oh verdammt, ganz vergessen den Lüfter vom Prozessorkühler wieder anzuschließen. Und zwischen Kühlblock und Gehäusewand passt meine Hand nicht. Also entweder den Kühler nochmal abmontieren, das Mainboard nochmal rausnehmen oder das „Dach“ entfernen. Ich entschied mich für letzteres und fummelte den Stecker da wieder rein. Der nächste Schritt wäre dann vom alten Rechner (von dem immer noch Metallica dudelte) Festplatte, DVD-Brenner, Diskettenlaufwerk und Netzteil abzuklemmen und zu verbauen. Nichts einfacher als das.

Die Demontage ging recht einfach von der Hand. Entgegen sämtlicher Sicherheitswarnungen sämtlicher Fachzeitschriften habe ich erstmal das Netzteil aufgeschraubt und den Staubsauger reingehalten. Groß passiert ist nichts, man muss halt aufpassen ;). Den alten Arbeitsspeicher habe ich auch mal herausgenommen. Der elterliche Rechner wird dafür sicherlich Verwendung finden. Als ich gerade das Diskettenlaufwerk herausnehmen wollte, fiel mir ein, dass mir auf dem neuen Mainboard gar keine PATA-Anschlüsse aufgefallen sind. Schnell nochmal nachgeguckt und Tatsache, keine Anschlussmöglichkeit. Jetzt muss ich sehen, dass ich an ein anderes Floppylaufwerk komme.

Den DVD-Brenner habe ich zunächst ganz nach oben gesetzt, weil da war schon ab Werk eine Blende herausgestanzt. Die Festplatte kam auch ganz nach oben, damit die Platine vom Luftstrom profitiert (nicht, dass diese Platte sonderlich hitzeanfällig wäre, sondern einfach so) und dann das Netzteil rein. Passte allerdings nicht, die zusätzliche USB-Slotblende war im Weg. Nach kurzer Umbauphase passte das Netzteil dann, das schön entkoppelt auf Gummifüßen steht. Dann habe ich die Kabel schön sortiert und alle was ich nicht brauche habe ich mit Kabelbindern zusammengepackt und im Gehäuse sicher verstaut, der Rest wurde angeschlossen. Natürlich sitzt der 8-Pin-Stromanschluss (EATX12V) für das Mainboard genau zwischen dem Kühlblock und dem rückwärtigen Gehäuselüfter. Also letzteren nochmal abgezogen, weil sonst meine Hand wieder nicht reinpasst und umständlich den Stecker reingefummelt und den Lüfter wieder angeschlossen. Schnell noch den Rest anschließen, was leider nicht geht, da die SATA-Stromanschlüsse für Brenner und Festplatte an einem Strang hängen und nicht weit genug auseinander sind. Dann halt doch nochmal das Laufwerk ausbauen und tiefer reinsetzen. Nun passt es gerade so eben noch.

Den Testbetrieb im offenen Zustand überstand die Kiste tadellos, das Booten von Win 7 erwartungsgemäß allerdings nicht (man wird ja wohl noch träumen dürfen). Also den ganzen Krempel neu installiert, Dateien von der externen Festplatte übertragen, Software (mithilfe von http://ninite.com, sehr zu empfehlen) installiert, Einstellungen vorgenommen, Updates gezogen, usw. Der Postbote war etwa Viertel nach 9 schon da und am Abend gegen 8 etwa war ich fertig. Fix und fertig.

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Eine Antwort zu Neuer Rechner (halbe Tagebuchform)

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