Was so los war…

Viel ist passiert in den letzten Wochen. Meine bestellten Waren sind gekommen. Einen Abnehmer für die dritte Lizenz habe ich ebenfalls gefunden. Wegen Lieferschwierigkeiten sind die Sachen erst Freitag (22.10) gekommen. Am Montag darauf ging es also zu Eltern, dessen Rechner ich bereits zuvor mithilfe von Hektor und einer Knoppix-DVD von wichtigen Dateien befreit hatte und verpassten ihnen ein frisches Windows 7. Zuhause angekommen, wies ich Hektor schonmal an, meinen Rechner ebenfalls von wichtigen Dateien zu befreien. Hierbei dauert es natürlich länger, wegen all der… ähh… vielen wichtigen Dateien eben^^. Stolze 224GB gilt es zu verstauen. Und wenn der USB 2.0 Port offenbar defekt ist und man auf USB 1.1 angewiesen ist, dauert das ganze natürlich „ein bisschen länger“. Ich hatte mir vorgenommen am Dienstag dann meinen Rechner umzubauen um Win 7 aufzuspielen. Doch „etwas“ drehte mir einen Strick in die Rechnung…

Ich fuhr mit meinem Taxi geradewegs zwei Kinder (Drittklässler) zur Schule über eine dunkle, leicht feuchte Landstraße. Geredet wurde nichts, die Kinder sind nicht besonders redsam. Im nächsten Moment befand ich mich in einem völlig zerstörten Fahrzeug. Die Kinder schrien und riefen nach ihren Eltern… riefen sie hätten Angst. Ich sagte „ich auch“. Alles um mich herum schien zertrümmert. Ich suchte nach dem Firmenhandy (mit Push-to-talk) um Hilfe zu rufen, fand es aber nicht. Alles verschwommen, weil meine Brille fort ist. Ich bemerkte die Schräglage des Wagens nicht, sah aber die Reste des Airbags. Ich hörte Stimmen von draußen und der Wagen wurde aufgerissen. Erste Helfer eilten heran. Ich rief „Zuerst die Kinder“. „Bleiben sie ruhig, Hilfe ist unterwegs“ hörte ich eine fremde Stimme. Ich wollte hier raus und kriegte irgendwie die Tür auf und schälte mich aus dem Wagen. Ich lag auf der Autotür, versuchte meine Beine aus dem Wagen zu bekommen. Es geht nicht, ich hing irgendwo fest. Mein linkes Bein zitterte, wenn ich es bewegen wollte. Schmerzen spürte ich keine. Ich zog mein Handy aus der Hosentasche und rief die Zentrale an. Ich sagte ich hätte einen Unfall und könne die nächsten Touren nicht fahren. Der Zentralist stellte Fragen, war offenbar selber schockiert und einer der Helfer nahm mir das Handy ab und sprach ruhiger mit dem Zentralisten, als ich es in dem Moment gekonnt hätte. Man versicherte mir es sei Hilfe unterwegs und nach einer gefühlten Ewigkeit und weiteren fruchtlosen Befreiungsversuchen kam die Feuerwehr. Sie beruhigten mich und redeten mit mir um mich wach zu halten. Herrgott und wie wach ich war. Als der RTW da war holten sie einen Spreizer und befreiten mein Bein, durchschnitten meinen Gurt in dem ich mich verheddert hatte, schnitten meine Kleidung durch und verpassten mir eine Volldröhnung.

Ich erwachte im RTW. Der Fahrer fuhr sehr schnell, das spürte ich. Mir wurden Fragen gestellt, ich weiß nicht mehr genau welche und ich versank wieder ins Nichts. Nächste Station: Klinikum Kreyenbrück. Wieder wurden mir Fragen gestellt und es wurde an mir rumgezupft. Die nächste Dröhnung erwischte mich und ich wachte auf der Intensivstation auf. Mit einem 40cm langen Titannagel im Bein wegen eines gebrochen Oberschenkelknochens, einer Rippenprellung, die sich erst eine Woche später zeigte und mich heute noch um den Schlaf bringt und einer ziemlich zusammengestauchten Hand, die mir immer noch beim Tippen Schwierigkeiten bereitet und für die sich KEIN Arzt in den zweieinhalb Wochen Klinikaufenthalt die mir bevorstehen sollten zu interessieren schien.

In den nächsten Wochen hörte ich viel über den möglichen Unfallhergang. Ich sei mit 90 km/h in einer leichten Linkskurve, die man auch mit 200 km/h hätte nehmen können einfach geradeaus gefahren und gegen einen (manche sagen zwei) Baum gefahren und dann in einen Graben gestürzt. Die genaue Unfallursache ist unklar, das CT schließt „Kopffehler“ aus. Was wirklich vorgefallen ist wird wohl niemand herausfinden. Den beiden Kindern geht es ebenfalls gut. Das eine Kind ging schon ein paar Tage später wieder zur Schule und hatte nur leichte Prellungen, das andere Kind liegt im Gips und wird wohl erst nächstes Jahr wieder richtig gut laufen können. Glück im Unglück gehabt. Ich habe Fotos von dem Unfall gesehen. Der Baum sieht ziemlich lädiert aus und das Auto ist ein Haufen Schrott. Andere wären dabei draufgegangen.

Seit letzter Woche bin ich nun aus dem Krankenhaus raus. Autofahren werde ich wohl erst nächstes Jahr wieder dürfen. Bis dahin habe ich viel Zeit meinen Personenbeförderungsschein zu verlängern, der Ende Dezember ausläuft. Ich habe mir vorgenommen sowas frühzeitig zu erledigen ;).

Mein Rechner hab ich noch nicht geupdatet. Hektor ist etwas mit dem Kopieren meiner Daten überfordert. Ständig meckert er wegen „zu wenig Speicherplatz“, obwohl noch über 100GB frei sind. Egal, was nicht rübergeht, wird auf meiner zweiten Festplatte zwischengelagert. Ich denke nächste Woche habe ich dann auch endlich Windows 7.

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Über Morgis

Taxifahrer und Chefredakteur
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3 Antworten zu Was so los war…

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  2. die Schmith schreibt:

    Hilfe! Du baust nen Unfall und sagst mir nix davon? Woher soll ichn dann wissen, dass ich mir Sorgen machen soll. Menno. Das geht doch nicht. :-(
    *knuddelt den Morgis*

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