… ach übrigens noch was!

Mich hat jüngst die Lust aufs Lesen ergriffen, als ich auf Funkhaus Europa einen Bericht über einen inoffiziellen 6. Teil der vierteiligen Anhaltertriologie in 5 Bänden gehört habe. Der Urautor Douglas Adams ist ja nun seit geraumer Zeit nicht mehr unter uns und konnte dies somit nicht bewerkstelligen. Für den neuesten Teil zeichnet sich Eoin Colfer verantwortlich, der bereits durch seine Artemis-Fowl-Reihe bekannt ist (die ich persönlich nicht gelesen habe, aber der Name sagt mir was) und von Adams‘ Witwe dazu authorisiert wurde.

Die Fortsetzung sticht dadurch heraus, dass sie wesentlich aktueller ist. So gibt es Blogs, Profilseiten im Sub-Etha und es wird auf Gegebenheiten des (späten) 20. und 21. Jahrhunderts hingewiesen. So empfindet Arthur die Explosion der wiederholt zerstörten Erde, als ähnlich imposant wie ein Specialeffect eines Zeichentrickfilms im Ende des 20. Jahrhunderts. Und damit kommen wir auch schon zur Geschichte des Buchs. Bis auf wenige Ausnahmen tauchen alle Protagisten der Triologie in „… ach übrigens noch was!“ wieder auf. Die neue Version des Anhalters, Mark II, führt die Protagonisten am Ende des 5. Teils kurz vor der Zerstörung der Erde in eine virtuelle Welt die in Echtzeit innerhalb von Sekunden abläuft, aber den Protagisten virtuell ein langes Leben beschert und zwar so, wie sie es sich schon immer gewünscht haben. Random wird Präsidentin der Galaxis, Arthur verbringt sein virtuelles Leben in einer Strandhütte mit Tee und Keksen, Ford lebt auf fremde Kosten auf dem teuersten Planeten der Galaxis und besäuft sich jeden Tag und Trillian reist als bekannteste Reporterin der Galaxis durch selbige. Als dem Mark II die Energie ausgeht holt er sie in einen gemeinsamen virtuellen Raum in der die Protagonisten sich „nach Jahren“ wiedersehen und über Dinge plaudern, die sie in der Triologie vollführt haben („Weißt Du noch, die Vogonen?“ usw.). Anschließend holt der Mark II sie in die Realität zurück und somit zum unvermeidlichen Tod.

Allerdings werden sie durch Zaphod „zufällig“ gerettet und machen sich auf eine Mission zum Planeten Nano auf dem noch einige Menschen leben und den die Vogonen ebenfalls zerstören wollen, da Vogonen ihre Aufträge immer sehr genau nehmen. Götter spielen hier eine viel größere Rolle als in den Teilen zuvor, auch kommt mehr Romantik ins Spiel. Das Buch ist ein Hochgenuss und liest sich genau so unterhaltsam wie von Adams selbst geschrieben. Es gibt viele humoristische (und auch pädagogisch wertvolle) Anmerkungen und Vergleiche zu Situationen auf anderen Planeten, bzw. deren vorherrschenden Lebensformen. Wer die Bücher von Adams geliebt hat, wird dieses Buch förmlich verschlingen. Einzig die Abwesenheit von Marwin, dem manisch depressiven Roboter verleiht dem Buch einen Abzug in der B-Note.

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Über Morgis

Taxifahrer und Chefredakteur
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Eine Antwort zu … ach übrigens noch was!

  1. koriosesmaedchen schreibt:

    Das Du immer soviel schreiben musst.^^

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